Schröpf Kur im Frühling

Schröpf Kur im Frühling

20. April 2020 0 Von Birgit
Beim Schröpfen wird der Stoffwechsel in den Zellen und im Gewebe in Gang gesetzt und das Immunsystem angeregt. Zusätzlich löst es Stagnationen, die tief in der Muskulatur liegen, und aktiviert die Zirkulation von Energie, Blut und Lymphen.

Nach den letzten Wochen “virtual reality” und unserem schrägen Alltagsleben in der Isolation, gehen meine Wünsche definitiv gegen die allgemeine Empfehlung: Ich sehne mich nach Kontakt, analogem Austausch und einem  freudvollen Miteinander.

Für mich Anlass genug um wieder an das Thema Gesundheit zu erinnern: Frühling ist die beste Zeit für Reinigung und Entschlackung!

Nachdem unser Bewegungsradius in den letzten Wochen stark eingeschränkt war und wir uns hauptsächlich vom Arbeitsplatz zur Couch, in die  Küche  und wieder zurück bewegt haben, stagniert unser System in der Regel. Dabei wäre es gerade jetzt  günstig, uns von den hochschießenden Naturenergien anstecken zu lasse und uns draussen in Bewegung zu setzten.

Hier kommen wieder einmal die guten, alten, traditionellen, chinesischen Weisheiten ins Spiel: Orientiere dich in deinem Denken, Fühlen und Handeln an den Naturphänomenen. Grund genug um zumindest der inneren Bewegung, also den Bewegung der eigenen, inneren Energien des Körpers auf die Sprünge zu helfen.

Schröpfen ist meine Wahl Nummer 1, um die Bewegungen der Körpersäfte wieder zu aktivieren.

Beim Schröpfen wird der  Stoffwechsel in den Zellen und im Gewebe in Gang gesetzt und das Immunsystem angeregt. Zusätzlich löst es Stagnationen, die tief in der Muskulatur liegen, und aktiviert die Zirkulation von Qi, Blut und Lymphen. Als Kur angewendet, fördert regelmässiges Schröpfen die Stoffwechsel Funktion und  kann so wunderbar auch bei der Gewichtsreduktion unterstützen. Somit kann Schröpfen, in Kombination mit der individuellen, richtigen Ernährung und Bewegung, ein Weg zum Idealgewicht sein.

Es gibt traditionell mehre Formen der Schröpf Kunst, die in der TCM seit Jahrhunderten eingesetzt werden:

Beim Schröpfen werden hohle „Glaskugeln“, die sog. Schröpfköpfe, kurz innen kurz erhitzt und anschließen auf ausgesuchte Areale am Körper aufgesetzt. Es entsteht ein Unterdruck der bewirkt dass sich die Schröpfköpfe festsaugen. Durch den Unterdruck werden die Kapillaren im Gewebe stimuliert und geben vermehrt Blut ab. In der Regel werden ausgesuchte Akupunkturpunkte, die  häufig am Rücken entlang der Wirbelsäule liegen und einem Bestimmten Organ bzw. Funktionskreislauf zugeordnet sind, verwendet.

Weiters können Verhärtungen in Unterhaut- und Muskelgewebe sog. Gelosen sehr effektiv mit Hilfe des Schröpfverfahres gelöst werden. Diese Gelosen (meist als unangenehme und schmerzhafte Verdickungen im Gewebe zb. Im Schulter und Nackenbereich) entstehen einerseits durch Fehlhaltungen des Körpers mit daraus resultierender Muskelüberlastung und -verspannung, andererseits durch minimale Durchblutungsstörungen der kleinsten Blutgefäße (Kapillaren).

Ja nach Intensität des Schröpfverfahrens können, die über die Akupunkturpunkte angesprochenen Areale im Körper, sowohl tonisierend (Energie auffüllend), als auch sedierend (Energie zerstreuend) stimuliert werden. Vor allem aber wirkt die Therapieform stagnationslösend.

In manchen Fällen wird die „Bewegte“ Schröpf Therapie eingesetzt – die Schröpf-Massage:

Dabei werden die zu behandelnden Hautareale eingeölt, die Köpfe aufgesetzt und danach über die Haut  bewegt. Dies löst Stagnationen, die tief in der Muskulatur liegen und die Zirkulation von Qi, Blut und Lymphe wird aktiviert. Westlich gesehen wird so der Stoffwechsel in den Zellen und dem Gewebe aktiviert, das Immunsystem angeregt und die Selbstheilungskräfte aktiv. Der schmerzlindernde Effekt entsteht durch die Freisetzung von Endorphinen und dem verstärkten Abbau von Prostaglandinen (Hormone die an der Entstehung von Entzündungen und Schmerzen beteiligt sind).